Die Meldefristen in der Kinder Unfallversicherung

Kinder Unfallversicherung Meldefristen
Meldefristen in der Kinder Unfallversicherung

Damit ein privater Unfallversicherer bei einem Schadensfall auch wirklich leistet, mĂŒssen bestimmte Voraussetzungen gemĂ€ĂŸ der Versicherungsbedingungen erfĂŒllt sein. Der Unfall und damit die GesundheitsschĂ€digung mĂŒssen sich nicht nur unfreiwillig ereignen, auch die Wahrung der Meldefrist fĂ€llt unter die Voraussetzungen der Leistungserbringung.

Denn nur, wenn diese Bedingungen fĂŒr die Inanspruchnahme von Versicherungsleistungen erfĂŒllt sind, hat das versicherte Kind Anspruch auf Leistungen aus der Kinderunfallversicherung. Die Meldefrist sieht vor, dass ein Unfall-Ereignis binnen 48 Stunden bei der Versicherungsgesellschaft anzuzeigen ist.

Sicherlich liegt es auf der Hand, dass besonders im Fall eines schwerwiegenden Unfalls vieles so viel wichtiger erscheint. Dem Einhalten der Meldefristen sollte aber unbedingt Rechnung getragen werden, da dem Versicherungsnehmer ansonsten weitreichende finanzielle Konsequenzen drohen.

Im Gegensatz zum Unfall-Ereignis an sich mĂŒssen gesundheitliche EinschrĂ€nkungen von Dauer, die die Folgen eines Unfalls sind, erst binnen eines Jahres der Kinder Unfallversicherung angezeigt werden.

Sollte der Versicherungsnehmer, also die Eltern, diese 12 Monate verstreichen lassen, verliert er möglicherweise seinen Leistungsanspruch aus der privaten Unfallversicherung. In diesem Fall wĂŒrde auch ggf. die Stellungnahme, dass die gesundheitlichen BeeintrĂ€chtigungen nach Verstreichen des Jahres noch nicht deutlich abzuschĂ€tzen waren, unter UmstĂ€nden nichts nĂŒtzen.

Meldefristen im Leistungsfall

Dies belegen einige Prozesse, in denen Versicherungsnehmer von ihrem privaten Unfallversicherer einen Leistungsanspruch durchsetzen wollten, obwohl sie die Meldefrist nicht eingehalten hatten.

Die Versicherer gehen meist als Sieger aus dem Gerichtssaal. Als BegrĂŒndung fĂŒhren die Gerichte an, dass eine VersĂ€umnis der Meldefrist und damit eine sehr spĂ€te Mitteilung des Unfallhergangs es der Versicherungsgesellschaft ungleich erschwert, die UmstĂ€nde des Unfalls zu rekonstruieren und nachvollziehen zu können.

Da es mitunter aufgrund der Meldefrist zu Gerichtsprozessen zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer kommt, sind einige Gesellschaften dazu ĂŒbergegangen, die verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig kurze einjĂ€hrige Meldefrist fĂŒr DauerschĂ€den bei Unfallversicherungen freiwillig zu verdoppeln oder zu verdreifachen.

Im Falle eines Unfallereignisses, also im Leistungsfall, sollte der Versicherungsnehmer zunĂ€chst einen Arzt konsultieren, dessen Weisungen befolgen und dann schnellstmöglich – binnen der 48-stĂŒndigen Meldefrist – seinen Versicherer von dem Unfall in Kenntnis setzen.

Meldung an die Unfallversicherung nach einem Unfall

Es ist die Regel, dass der Versicherungsnehmer nach Meldung des Unfalls ein Formular vonseiten seines Versicherers erhĂ€lt, das wahrheitsgemĂ€ĂŸ und vollstĂ€ndig ausgefĂŒllt an die Unfallversicherung zurĂŒckgeschickt werden muss.

Darin muss der Versicherte das Unfall-Ereignis in allen Einzelheiten beschreiben. Der behandelnde Mediziner wird nach Abschluss der Àrztlichen Versorgung ein Gutachten erstellen, aus dem hervorgeht, ob bei dem Versicherten eine InvaliditÀt infolge des Unfalls vorliegt.

Dieses Gutachten ist gemeinsam mit dem schriftlichen Zahlungsantrag auf Versicherungsleistungen an den Versicherer zu ĂŒbersenden. Der Versicherer hat das Recht, die Leistungen zu verwĂ€hren, wenn das Ă€rztliche Gutachten nicht innerhalb der gesetzten Frist vorliegt.

Diese Seite bewerten?

Durchschnittliche Bewertung 4.5 / 5. Anzahl Bewertungen: 132

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.